Eine neue Studie von Johns Hopkins gibt Nutzern von Psilocybin in Kombination mit Antidepressiva ein besseres Verständnis der Auswirkungen. Es hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Antidepressiva die Wirkung von Psilocybin reduziert oder dämpft.
Mehr als die Hälfte erlebt eine geringere Wirkung
Während der Studie wurden die Teilnehmer nach den von ihnen erlebten Wirkungen von Psilocybin gefragt. Mehr als die Hälfte (51,7 %) erlebte eine verringerte Wirkung. Auf der anderen Seite erlebten 6,8 % eine verstärkte Wirkung, 29,5 % spürten keinen Unterschied und 12,1 % wussten dies nicht genau einzuordnen.
Von der Gruppe, die eine verminderte Wirkung erlebte, gab etwa die Hälfte an, die Psilocybin-Dosis nachträglich erhöht zu haben. Auf diese Weise versuchten sie, die verringerte Wirkung wieder auszugleichen. Etwa der Hälfte dieser Gruppe gelang dies, sodass eine höhere Dosis offenbar half, wieder die gleichen Effekte zu erzielen.


Leiden unter dem Serotonin-Syndrom
Die Forscher legten den Teilnehmern eine Beschreibung vor, nach der die Kombination von Antidepressiva und Psilocybin bei einem Serotonin-Syndrom zu verminderten Wirkungen führen würde. Nur 2,8 % der Teilnehmer gaben an, tatsächlich darunter gelitten zu haben. Lediglich 0,7 % gaben an, zu glauben, dass dies tatsächlich zu den verminderten wahrgenommenen Effekten geführt habe.
Umgekehrt gaben die Teilnehmer deutlich an, dass die Auswirkungen langanhaltend waren. Erst nach dem Absetzen von Antidepressiva für 3 bis 6 Monate kehrten die ursprünglichen Wirkungen des Psilocybin-Konsums zurück.
Mehr Forschung nötig
Warum die Einnahme von Antidepressiva die Wirkung von Psilocybin zu hemmen scheint: Der Dopamin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (DNRI) Bupropion (Wellbutrin) erzeugte stärkere dämpfende Effekte als SSRIs oder SNRIs. Es scheint mehr Forschung nötig zu sein, um genau zu bestimmen, wie dies geschieht.
Trotz ihrer Einschränkungen ist dies bis heute die informativste Studie über die Verwendung von Antidepressiva in Kombination mit Psilocybin und deren dämpfende Wirkung.




