Laut einer kürzlich in Mycologia veröffentlichten Arbeithaben Citizen Scientists in Südafrika zwei neue Arten psychedelischer Pilze identifiziert. Die neu entdeckten Arten sind Psilocybe maluti und Psilocybe ingeli, die eine bedeutende Ergänzung der kurzen Liste psychoaktiver Pilze darstellen, die in Afrika vorkommen. Das ist bedeutsam, weil die mykologische Geografie des Kontinents noch erforscht werden muss – besonders im Vergleich zu Ländern wie Mexiko, wo die traditionelle Nutzung psilocybinhaltiger Pilze fest etabliert ist. Beide Arten gehören zur Psilocybe -Gattung, die weltweit etwa 140 anerkannte Pilzarten umfasst. Diese Entdeckung zeigt den großen, aber bislang wenig erforschten Reichtum von Afrikas Pilz-Ökosystem.

Bedeutung der Entdeckung
Das ist bedeutsam, weil die mykologische Geografie des Kontinents noch erforscht werden muss – besonders im Vergleich zu Ländern wie Mexiko, wo die traditionelle Nutzung psilocybinhaltiger Pilze fest etabliert ist. Beide Arten gehören zur Psilocybe -Gattung, die weltweit etwa 140 anerkannte Pilzarten umfasst. Diese Entdeckung zeigt den großen, aber bislang wenig erforschten Reichtum von Afrikas Pilz-Ökosystem.
Die neu entdeckten Arten
Psilocybe ingeli und Psilocybe maluti sind nach Psilocybe natalensis die zweite und dritte Psilocybe-Art, die in Südafrika entdeckt wurde.. Die blau anlaufenden Pilze wurden in den Jahren 2021 und 2023 identifiziert und wachsen auf mit Rinderdung angereichertem Grasland.
Einzigartige Merkmale von Psilocybe maluti
Psilocybe maluti ist besonders faszinierend wegen seiner einzigartigen Morphologie: Sein Hut ist länglich und spitz, ähnlich einem Elfenhelm, und bleibt teilweise geschlossen – ein Merkmal, das bei anderen Pilzen mit ihren voll geöffneten Hüten nicht häufig vorkommt.
„Obwohl es keine Studien über den Ursprung der Gattung Psilocybe gibt, ist es möglich, dass die Gattung aus Afrika stammt“, schreiben die Autoren der Arbeit. „Es gibt zweifellos noch mehr südafrikanische Arten [zu finden].“ Überraschenderweise erhöht dies die Gesamtzahl der bisher in Afrika entdeckten endemischen Psilocybe-Arten auf insgesamt vier.

Rollen der Heiler in der Basotho-Tradition
Psilocybe maluti ist der erste bekannte psychedelische Pilz, der in der traditionellen afrikanischen Medizin verwendet wird. Basotho-Heiler nutzen diese Art in der Region, in der sie entdeckt wurde.
Innerhalb dieser Tradition gibt es zwei Haupttypen von Heilern. Die „linohe“ ähneln Wahrsagern, die Heilpflanzen einsetzen, darunter Psilocybe maluti, für visionäre Zwecke und um die Zukunft vorherzusehen. Im Gegensatz dazu kennen sich die „ngaka-chitja“ sehr gut mit Pflanzen und Kräutern aus, besitzen jedoch keine wahrsagerischen Fähigkeiten. Diese Unterscheidung verdeutlicht die unterschiedlichen Rollen und Fachkenntnisse innerhalb der Basotho-Heilpraktiken.
Zubereitung und Verwendung in traditionellen Heilpraktiken
Basotho-Heiler verwenden Psilocybe maluti um einen tranceähnlichen Zustand herbeizuführen. Die Heiler lassen die Pilze in warmem Wasser ziehen, um einen Sud zuzubereiten, und mischen ihn anschließend mit einem Extrakt aus Boophone disticha. Diese halluzinogene Pflanze, die wegen ihres Pollens, der Kopfschmerzen und Augenbeschwerden verursacht, als „Sore Eye Flower“ bekannt ist, verstärkt die Wirkung des Suds. Boophone disticha, bekannt für seine starken visuellen Effekte, besitzt zudem analgetische (schmerzlindernde) und beruhigende Eigenschaften. Verschiedene südafrikanische Stämme nutzen sie traditionell zur Behandlung von Wunden und schätzen sie für Anwendungen in Heilung und Jagd.
Das Heilritual
Nach der Einnahme der Kombination aus Psilocybe maluti und Boophone-Extrakt blickt der Patient auf eine reflektierende Oberfläche und beschreibt den Heilern die in der Reflexion gesehenen Halluzinationen und Visionen. Der Heiler interpretiert diese Bilder dann, um die spirituellen Fragen des Patienten zu beantworten. Laut der Studie stellt dies den einzigen aufgezeichneten Bericht aus erster Hand über die traditionelle Verwendung halluzinogener Pilze in Afrika dar, da dieses Wissen über Generationen hinweg mündlich weitergegeben wurde.




